Praxis für Physiotherapie & Krankengymnastik
Alicja Leki
Ostheimer Str. 50
51103 Köln

Telefon: (0221) 87 90 05


Parkmöglichkeiten sind in unmittelbarer Umgebung vorhanden


Schreiben Sie uns!




Montag:
08:00 - 19:00 Uhr
Dienstag:
08:00 - 19:00 Uhr
Mittwoch:
08:00 - 19:00 Uhr
Donnerstag:
08:00 - 19:00 Uhr
Freitag:
08:00 - 14:00 Uhr
Zusätzliche Sprechzeiten nach Vereinbarung

News

In der Corona-Krise erst recht

Die Corona-Pandemie manövriert immer mehr Familien in eine andauernde Phase höchster Belastung. „Der ‚Druck im Kessel‘ ist bei vielen enorm groß“, bestätigt Kinder- und Jugendanwalt Martin Menzel-Bösing. Er bittet Eltern oder alleinerziehende Elternteile, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn es immer wieder zu Eskalationen mit dem Kind kommt, denn er weiß: „Kinder können – und in Krisensituationen ganz besonders – äußerst anstrengend sein, die Eltern förmlich an Grenzen bringen“. Ergotherapeuten, denen seiner Meinung nach beim Kinderschutz eine Schlüsselposition zukommt, vermitteln Eltern Strategien für einen besseren Umgang mit kritischen Situationen ebenso wie einen neuen Blick auf das eigene Kind und sich selbst. Das Gute: als systemrelevanter Part der medizinischen Versorgung kümmern sich ergotherapeutische Praxen auch während des Lockdowns um ihre Patienten und Klienten, vor Ort oder per Videotherapie.

Die derzeitigen, durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen stellen vor allem Eltern vor ungeahnte Herausforderungen. In der Krise kommt vieles zum Vorschein, was sich zuvor im Familiensystem nicht gezeigt hat; Kinder werden zunehmend anstrengend bis auffällig. Besonders hart trifft der Lockdown Eltern oder Alleinerziehende mit schwierigen Kindern, die in regulären Zeiten auf externe Infrastrukturen wie Beratungsstellen oder Familienhilfe und andere Einrichtungen zurückgreifen konnten, die jedoch Pandemie-bedingt geschlossen haben oder ihr Angebot ausdünnen mussten.

Situation in Familien spitzt sich zu Eltern können einfach nicht all das, was zurzeit wegfällt, auffangen oder kompensieren. Haben anfangs vor allem die Anforderungen an die Eltern durch Homeschooling die Eltern-Kind-Beziehung belastet, kommt mittlerweile hinzu, dass es noch immer zu wenig oder gar keine Möglichkeiten für Sport und Bewegung für die Kinder gibt: Schulsport findet ebenso wenig statt wie Sport im Verein. Gleichzeitig verbietet das Reduzieren der sozialen Kontakte, sich auf dem Spiel- oder Sportplatz zu treffen. Die Brisanz dieser neu geschaffenen Rahmenbedingungen für Kinder wird von außen, insbesondere von Personen, die selbst keine Kinder haben, völlig unterschätzt. Möglicherweise sogar von den Eltern selbst. „Der Kinderarzt ist ein vertrauensvoller Ansprechpartner, wenn Eltern feststellen: ‚Wir haben Schwierigkeiten mit dem Kind‘“, sagt Martin Menzel-Bösing, der sich weniger Mandate und dafür der Gesellschaft mehr (psychisch) gesunde Kinder wünscht. Er weiß, wie leicht die Kinderpsyche in dauerhaft prekären Familienverhältnissen Schaden nimmt und empfiehlt daher, dringend dem Rat von Experten wie dem Kinderarzt zu folgen. Dieser kann beispielsweise Ergotherapie verordnen.

Ergotherapeuten arbeiten an der Eltern-Kind-Beziehung Menzel-Bösing ist dankbar dafür, dass Ergotherapeuten im Gegensatz zu den systemstabilisierenden Einrichtungen wie Beratungsstellen & Co. die gesamte Zeit und während sämtlicher Lockdowns durchweg da waren und da sind. Zumal sie auf allen Ebenen arbeiten – mit den Kindern, aber eben auch mit den Eltern. Kinder verlangen Eltern viel ab. Das wissen Ergotherapeuten durch ihre tägliche Arbeit sehr gut. Sie stärken Kinder und statten sie mit Kompetenzen aus, um sich in bestimmten Situationen besser steuern und mit ihren Impulsdurchbrüchen besser umgehen zu können. Gleichzeitig beraten Ergotherapeuten die Eltern, wie sie bei herausfordernden Verhaltensweisen ihrer Kinder die eigene Hilflosigkeit durch pädagogisches Geschick ersetzen können. Und zwar so, dass es zu ihren eigenen Werten und Erziehungsgedanken passt. „Ergotherapeuten schauen immer individuell“, weiß der Kinder- und Jugendanwalt, der die Fähigkeiten von Ergotherapeuten durch seine Lehrtätigkeit an einer Fachschule für Ergotherapie gut einzuschätzen weiß. Besonders wichtig aus seiner Sicht: die praxisnahe Vorgehensweise von Ergotherapeuten. Sie setzen unter anderem beobachtende Verfahren ein, um sich selbst ein Bild über die aktuelle Lage zu verschaffen. Sie schauen sich heikle tägliche Aufgaben im Alltag an, wie Hausaufgaben machen, Zubettgehen, gemeinsames Essen. Solche Situationen sind mit einem hohen Eskalationspotenzial behaftet. Insbesondere dann, wenn bei allen die Nerven blank liegen, gerät das Kind dabei oft ebenso außer Kontrolle wie die Eltern.

Ergotherapeuten beraten und schulen Eltern Ergotherapeuten vermitteln Eltern – meist sind es rollenbedingt in erster Linie Mütter – vor allem eine andere, erzieherische Haltung, um von einer defizitären, gereizten Sichtweise auf das Kind wegzukommen. Erst mit einem entspannten und liebevollen Blick ist es möglich, das eigene Kind zu verstehen und zu akzeptieren: Das Kind ist so, wie es ist. Und das ist gut so. Es gibt weder perfekte Kinder, noch gibt es perfekte Mütter und Eltern. Und das ist in Ordnung. Gleichzeitig beleuchten Ergotherapeuten gemeinsam mit den Eltern, welche Möglichkeiten für sie passen, um in der Erziehung mit Klarheit und Konsequenz zu handeln und dem Kind eindeutige Grenzen zu setzen. Ebenso, wie den nötigen Spielraum zu lassen. Wie das alles in der Praxis klappt, überprüfen Ergotherapeuten kontinuierlich, indem sie immer wieder fragen und das Zusammenspiel von Eltern und Kind beobachten: Was funktioniert schon gut, was ist zu verändern oder anzupassen.

Kinderschutz als soziale Verantwortung des Umfelds „So läuft es im Idealfall“, erklärt der Kinderanwalt. In den Fällen, in denen er ein Mandat erhält, geht es den Kindern jedoch schon sehr schlecht, sie haben Schlimmes erlebt und es ist klar: das Umfeld muss etwas bemerkt haben, hat aber nichts unternommen. Damit es mehr ‚Idealfälle’ geben kann, fordert Menzel-Bösing daher nicht nur Eltern selbst auf, sondern auch das Umfeld: „Werdet aktiv!“ Damit meint er nicht etwa einmischen, denunzieren oder anzeigen, sondern zu sagen: „Ich kenne das, was Du erlebst, Krisenphasen sind normal. Überforderungszeiten und -situationen gibt es in jeder Familie. Manchmal weiß man einfach nicht weiter, aber wir wollen doch alle nur eins: dass es dem Kind gut geht, denn nur dann geht es auch uns selbst gut.“ Wer Eltern oder Elternteile in prekären Situationen verständnisvoll und einfühlsam anspricht, tut Gutes, ist wirkungsvoller Kinderschützer. Denn Kinderschutz ist nicht dazu da, die Eltern zu strafen. Kinderschutz dient Eltern und Kindern, möglichst gewaltfrei miteinander leben zu können.

Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeuten vor Ort; Ergotherapeuten in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter https://dve.info/service/therapeutensuche

Megatrend „New Work“ revolutioniert das Arbeitsleben

Macht der Büroalltag unsere Gesundheit kaputt? In vielen Unternehmen gibt es wenig flexible Arbeitszeiten, strenge Hierarchien ohne Entfaltungsmöglichkeiten und stundenlanges Sitzen, ohne sich zu bewegen. Das schadet Körper und Psyche. Ein neuer Ansatz muss her. Insbesondere die Millennials und die Generation „Z“ wünschen sich flexiblere Arbeitsbedingungen – räumlich, zeitlich und organisatorisch. Die Lösung: „New Work“ – eine neue Arbeitsweise, die den Fokus auf den Menschen legt. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und Bewegungsexperte Dr. Dieter Breithecker erklären den Megatrend und wie er Gesundheit und Wohlbefinden im Arbeitsleben verbessern kann.

Arbeiten neu gedacht

Schluss mit veralteten Arbeitskonzepten: Klassische Nine-to-Five-Jobs oder strenge Hierarchien gibt es mit „New Work“ nicht mehr. Begründer dieser Idee ist der österreichisch-US-amerikanische Philosoph Frithjof Bergmann. Er beschreibt einen Strukturwandel der Arbeitswelt, bei dem das Wohlbefinden des Arbeitnehmers im Fokus steht. Durch selbstorganisiertes, sinnstiftendes und flexibles Arbeiten auf Augenhöhe entfalten sich Arbeitnehmer und fühlen sich wertgeschätzt. Dr. Dieter Breithecker, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs-und Bewegungsförderung e. V. erläutert: „Bei New Work steht der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Vordergrund. Wann, wie und wo sie arbeiten, entscheiden die Arbeitnehmer in Abstimmung mit der Unternehmensführung und den zu bearbeitenden Inhalten. Diese Art des Arbeitens hält Psyche und Körper gesund. Nicht in allen Berufen ist das umsetzbar. Doch langfristig wird sich die Arbeitswelt in diese Richtung entwickeln“.

Endlich mehr bewegen

In einer freieren und flexibleren Arbeitswelt spielt die Gesundheit der Beschäftigten eine große Rolle. Sind Körper, Geist und Seele ausgeglichen, führt das zu mehr Wohlbefinden, weiß Experte Dr. Breithecker. Vor allem regelmäßiges Bewegen ist essenziell, da es biochemische Prozesse auslöst, die Körper, Geist und Psyche gesund halten. Untersuchungen beweisen: Langes und starres Sitzen ist schädlich und führt zu schlechteren Stoffwechselprozessen. Das begünstigt Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck und schwächt die Konzentration. Hier setzt „New Work“ an: „Nach einem Bürotag sind die meisten träge und verbringen den Abend auf dem Sofa. Synchronisieren wir Arbeit, Freizeit und Arbeitsort besser, haben wir mehr Zeit und Motivation uns zu bewegen oder Sport zu machen.“, so Breithecker.

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Wie sieht arbeiten im Zeitalter von New Work konkret aus? Ein Patentrezept gibt es nicht. Denn: Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Breithecker erklärt: „Die Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung ist Typfrage. Es gibt keine ideale Arbeitsplatzlösung für alle.“ Generell führt der Weg vom langen Sitzen hin zu mehr körperlicher Aktivität. Dazu zählen Sport und sitz- und stehdynamische Prozesse, die Haltungswechsel ermöglichen.

Im Büro der Zukunft darf ein klassischer Bürodrehstuhl mit dazugehörigem Schreibtisch nicht mehr die alleinige rückengesunde Empfehlung sein. Vielmehr zählt: So viel Sitzen wie nötig, so viel Aktivität wie möglich. Der Experte empfiehlt Sitz-Stehpulte und bei berufsbedingt längeren Sitzzeiten aktiv-dynamische Bürostühle. Diese verfügen über dreidimensionale Sitzfunktionen, die natürliche Wechselhaltungen aktiv unterstützen. Meetings werden am besten im Stehen oder mit Stehhilfen abgehalten. „Bewegungsverführer“ wie Aktiv-Matten bewegen Füße und Beine und fördern die Durchblutung. Das Gehirn wird besser mit Sauerstoff versorgt. Balanceboards und Indoor-Minitrampoline bringen beim Telefonieren auf einfache Weise mehr Bewegung in den Arbeitsalltag.

Das Homeoffice verleitet dazu, sich weniger zu bewegen. Breitheckers Tipp: „Schaffen Sie Bewegungsanreize, indem Sie den Papierkorb außer Reichweite stellen. Temporär können Sie auf einem mobilen Hocker am Esszimmer- oder Gartentisch arbeiten. Ein annähernd in Stehhöhe vorhandenes Board verleitet zum Arbeiten im Stehen. Zwischendurch ist auf dem Sofa lümmeln auch mal erlaubt. Nutzen Sie Pausen für Spaziergänge an der frischen Luft.“

12.01.2021 DGA | Quelle: Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.

Projekt FRADE verbessert die Sturzprävention für ältere Menschen

Viele ältere oder gebrechliche Menschen leben mit dem Risiko, in der eigenen Wohnung zu stürzen und dann möglicherweise stundenlang ohne Hilfe sein. Für die Angehörigen ist dies eine ständige Sorge. Ein Problem ist dies auch für die Pflegekräfte, die ihre Patienten täglich besuchen, sie dann aber für Stunden unbeaufsichtigt wissen.

Für dieses Problem hat das Fraunhofer Center for Assistive Information and Communication Solutions AICOS im portugiesischen Porto das Projekt FRADE entwickelt. FRADE steht für »pervasive platform for Fall Risk Assessment, Fall Detection und Fall Prevention«. Die zentrale Komponente hierbei ist ein Sensor, der an der Kleidung befestigt wird. Wenn die Person, die den Sensor trägt, hinfällt, wird eine Alarm-SMS an die Pflegekraft verschickt. Doch dies ist nur ein Teil des mehrstufigen Konzepts. »Wir wollen verhindern, dass es überhaupt zu Stürzen kommt«, erklärt Projektleiterin Joana Silva.

Analyse der Bewegungen, Ermitteln des Sturzrisikos

Bei FRADE wird zunächst eine Bewertung des Sturzrisikofaktors beim älteren oder gebrechlichen Menschen vorgenommen. Dazu werden in einer Serie von Tests die typischen Bewegungsabläufe der Person analysiert. Unter Anleitung einer therapeutischen Fachkraft führt die Person bestimmte Bewegungen aus. Sie muss beispielsweise vom Stuhl aufstehen, ein paar Schritte umhergehen oder die Knie beugen. Jede Übung wird mehrmals wiederholt. Ein Beschleunigungssensor, der am Hosenbein oder an der Taille befestigt wird, registriert die Bewegungen und schickt die Daten via Bluetooth Low Energy (BLE) an einen Desktop-PC. Bei bestimmten Übungen kommt unterstützend eine drucksensitive Fußmatte zum Einsatz, die die Verteilung des Körpergewichts auf den Fußsohlen registriert. Ein großes Display zeigt die plantare Druckverteilung graphisch und in Echtzeit an. Das System erkennt, wenn die Person etwa beim Beugen der Knie die Füße ungleichmäßig belastet und damit vielleicht Probleme mit dem Gleichgewicht bekommt. Ihre Messdaten schickt die Matte via USB an den Rechner. Dort wertet eine mit spezifischen Algorithmen ausgestattete Software die Daten aus. »Aus all den Daten entsteht ein individuelles Bewegungsprofil. Damit ermitteln wir auch das Sturzrisiko des jeweiligen Menschen. Das ist eine der Innovationen von FRADE«, erläutert Joana Silva. Alle Infos landen auf einem Backend-Server, der gleichzeitig als zentrale Datenspeicherungs-Plattform für die Pflegerinnen und Pfleger dient.

Das individuelle Trainingsprogramm für zu Hause
Im zweiten Schritt erhält die Person ein Trainingsprogramm für zu Hause, das auf ihr individuelles Bewegungsprofil bzw. Sturzrisiko abgestimmt ist. Dazu wird sie mit einem Set aus Sensor und Android-Tablet ausgestattet. Die Trainings-App zeigt graphisch anschaulich an, wie die Übungen auszuführen sind. Wieder registriert der Beschleunigungssensor die Bewegungen. Ein im Sensor integrierter Mikroprozessor verarbeitet alle Daten und schickt sie via BLE an das Tablet. Wer das Training regelmäßig ausführt, also etwa zwei bis dreimal pro Woche, kann sein Sturzrisiko schon nach etwa acht Wochen erheblich mindern.

Der Mensch wird dabei nicht mit den Übungen alleingelassen. Denn die Android-App schickt die Daten über den Internetanschluss der Wohnung an den Webserver. Die Fachkräfte des Pflegedienstes oder der therapeutischen Praxis haben so Zugriff auf die Trainingsdaten ihrer Klienten, die für sie visualisiert werden. Sie können bei Bedarf eingreifen und Unterstützung leisten.

Alarm-SMS im Falle eines Sturzes

Zu seiner eigenen Sicherheit sollte man den Sensor auch im Alltag tragen. Das kleine Gerät lässt sich bequem mit einem Clip an der Kleidung befestigen. Wenn die Person trotz Training einmal hinfällt, schickt der Sensor via Narrowband IoT (NB-IoT) eine Warnmeldung an den Webserver. NB-IoT ist eine auf kleine Datenmengen optimierte und energiesparende Funktechnik, die sich in bestehende Mobilfunknetze integrieren lässt. Wird NB-IoT nicht unterstützt, nutzt das Sensor-Modul einfach die klassische GSM-Technik. Wenn der Webserver die Warnmeldung erhalten, löst er eine SMS an die Pflegekraft aus. Diese weiß dann sofort, wer hingefallen ist und Hilfe braucht.

Ein entscheidender Vorteil von FRADE ist, dass es die verschiedenen Aspekte zusammenführt, die mit der Sturzgefahr bei älteren Menschen verbunden sind. »Wir verknüpfen die verschiedenen Tasks miteinander: die Analyse des Sturzrisikos, die Prävention durch Training und den SMS-Alarm bei einem Sturz – all diese Aufgaben sind nahtlos in einer Plattform integriert«, sagt Joana Silva. Deshalb profitieren auch Krankenhäuser, Arztpraxen, Therapiezentren oder Pflegedienstleister von FRADE.

Ein weiterer Vorteil: FRADE ermöglicht die dezentrale Versorgung und Unterstützung der Menschen, da diese ihre Übungen zu Hause ausführen können.

Das Team am AICOS beschäftigt sich schon seit 2015 mit diesem Thema. »Wir haben bisher bei mehr als 400 freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Bewegungsabläufe analysiert und gemeinsam mit Therapeuten individuelle Trainingsprogramme entwickelt«, erläutert Silva. Um die Bedienfreundlichkeit von Sensor und App für die Zielgruppe zu optimieren, plant das AICOS in den kommenden Monaten Usability-Tests mit 25 Frauen und Männern.

Mobiler Einsatz mit GPS

Sowohl die Android-App als auch die Desktop-Software wurde von den Fraunhofer-Forschenden entwickelt. Zudem wurden die Spezifikationen für das tragbare Gerät von den Expertinnen und Expertinnen am AICOS definiert. Als Projektpartner mitgearbeitet haben die Universität von Porto sowie eine Schule für Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, die Escola Superior de Enfermagem do Porto. Die europäische Union hat das vom AICOS koordinierte Projekt im Rahmen des Förderprogramms EIT Health RIS Innovation Call mit 75.000 € unterstützt.

In der nächsten Phase arbeitet das Center in Porto daran, das System für den mobilen Einsatz zu validieren. Der Sensor könnte Senioren auch beim Einkaufen oder Spazierengehen begleiten. Sollte der Sensor einen Sturz registrieren, übermittelt er die Daten an den Webserver und liefert dabei mithilfe von GPS gleich die Position mit.

Für ältere Menschen und ihre Angehörigen vermittelt FRADE das beruhigende Gefühl, dass ihre Sicherheit auch dann noch gewährleistet ist, wenn sie alleine zu Hause sind.

Was ändert sich 2021 bei Gesundheit und Ernährung?

Die Verbraucherzentrale NRW hat aktuell zusammengestellt, was sich 2021 rund um die Themen Gesundheit & Ernährung ändert. Der Blick auf „Risiken und Nebenwirkungen“ informiert, dass

  • der Wechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung künftig schneller und mit weniger Papierkram funktioniert,
  • die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für die Krankenkasse ab Januar direkt vom Arzt elektronisch übermittelt wird,
  • mit dem eRezept ab 1. Juli 2021 die digitale Verordnung alternativ zum Papierrezept ausgestellt werden kann,
  • Heilbehandlungen wie Krankengymnastik oder Logopädie und andere Therapien künftig erst in einem Zeitfenster von 28 Tagen nach Verordnungsdatum starten müssen,
  • Trans-Fettsäuren in Chips, Margarine & Co. ab 2. April gedeckelt werden,
  • mit der Herkunftspyramide auf Weinetiketten die Suche nach der „Wahrheit“ in Sachen Weinqualität künftig leichter wird.

Mehr unter www.verbraucherzentrale.nrw/2021-gesundheit
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.



x